Vier Wochen verbrachten wir in Neuseeland – davon jeweils zwei Wochen auf der Nord- und auf der Südinsel. Bereits unsere Anreise mit dem Flug von Bali nach Auckland verlief nicht ganz reibungslos. Besonders herausfordernd war jedoch, dass genau zu dieser Zeit der Zyklon Gabrielle im Februar 2023 Neuseeland erreichte.
Heftige Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten erhebliche Schäden an der Infrastruktur. Vor allem zahlreiche Regionen der Nordinsel waren betroffen, und viele Straßen mussten gesperrt werden. Dadurch wurde unsere ursprüngliche Reiseplanung für die Nordinsel komplett auf den Kopf gestellt.
Im Folgenden berichten wir über die einzelnen Etappen unserer Reise durch die Nordinsel Neuseelands.
Auckland ist die größte Stadt Neuseelands und liegt auf der Nordinsel. Rund ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung lebt in der Region Auckland, die damit den größten Ballungsraum des Landes bildet.
In Auckland ist man nie weit vom Meer entfernt, die Lage ist zwischen zwei Meeren dem Pazifischen Ozean und der Tasmansee. Es gibt viele Häfen und viele Segelboote, weshalb die Stadt auch als „City of Sails“ genannt wird.
Zwei volle Tage haben wir für Auckland eingeplant und schlenderten durch das verregnete Downtown Auckland
Eine Fahrt nach Northland und zur Bay of Islands war zunächst aufgrund der Auswirkungen des Zyklons nicht möglich. Deshalb entschieden wir uns, zunächst quer über die Nordinsel in Richtung Süden zu fahren und die Küstenstraßen zu meiden.
Der Hobbiton Movie Set ist einer der Drehorte der Herr-der-Ringe-Trilogie. Es liegt in Matamata auf der Nordinsel von Neuseeland. Für uns war Hobbiton ein "must to see" 😆
Man folgt dem Guide vorbei an den zahlreichen Hobbithäuschen mit ihren liebevoll gestalteten, blühenden Vorgärten. Selbst aus den Schornsteinen steigt echter Rauch auf. Die Tour endet im Green Dragon Inn, wo den Besuchern verschiedene Erfrischungsgetränke, Bier sowie Kaffee serviert werden.
Hobbiton besuchten wir als Zwischenstopp auf unserer etwa 300 Kilometer langen Fahrt von Auckland nach Taupõ, wo wir die nächste Nacht verbrachten. Am darauffolgenden Tag ging es weiter nach Wellington. Auf der über 400 Kilometer langen Strecke legten wir einen kurzen Halt am Rande des Tongariro-Nationalparks ein und besichtigten das historische Chateau Tongariro Hotel.
Wellington ist die vergleichsweise überschaubare Hauptstadt Neuseelands. Wir verbrachten zwei Nächte in einem einfachen, aber zentral gelegenen Motel, sodass uns ein ganzer Tag für die Erkundung der Stadt zur Verfügung stand. Glücklicherweise blieb das Wetter trocken, und entgegen Wellingtons Ruf als eine der windigsten Städte der Welt war es an diesem Tag auch erstaunlich wenig windig.
Zu Fuß gingen wir zunächst zur Hafenpromenade und von dort weiter zur Wellington Cable Car. Die Fahrt mit der historischen Standseilbahn, die schöne Aussicht über die Stadt sowie der anschließende Besuch des Botanischen Gartens auf dem Hügel gehörten zu den Höhepunkten unseres Aufenthalts. Danach blieb noch genügend Zeit, durch das Stadtzentrum und die lebhafte Cuba Street zu bummeln und das entspannte Flair der Hauptstadt zu genießen.
Von Wellington aus fuhren wir rund 300 Kilometer zurück in nördlicher Richtung nach Hastings. Das Wetter wurde inzwischen deutlich besser. In der für zwei Nächte gebuchten Omahu Motor Lodge wurden wir jedoch gleich bei unserer Ankunft mit der überraschenden Frage empfangen, was wir eigentlich hier machen wollten.😕 Unsere Antwort war naheliegend: die Weinregion Hawke’s Bay und Napier besichtigen, bevor es weiter nach Rotorua gehen sollte.
Erst vor Ort erfuhren wir, dass sowohl die nur etwa 20 Kilometer lange Verbindung nach Napier als auch der State Highway 5, der die Region Hawke’s Bay mit dem Zentrum der Nordinsel bei Taupõ verbindet, durch den Zyklon schwer beschädigt worden waren. Wann die Straßen wieder vollständig befahrbar sein würden, konnte niemand sagen – die Reparaturarbeiten würden noch Tage oder sogar Wochen in Anspruch nehmen.
Damit war unsere Reiseplanung wieder hinfällig. Uns blieb nichts anderes übrig, als die rund 150 Kilometer zurückzufahren und die Route erneut über den State Highway 1 zu nehmen. Der Abstecher an die Ostküste der Nordinsel erwies sich somit leider als vergeblich. Am nächsten Tag standen erneut rund 500 Kilometer auf dem Programm. Wir übernachteten noch einmal in Taupõ, bevor es weiter nach Rotorua ging.
Rotorua befinden sich in einer geothermischen Landschaft mit Geysiren und Termalbädern. Gleichzeitig ist die Stadt auch ein Zentrum für kulturelle Mãori-Erlebnisse. Einen Eindruck von beiden haben wir beim Besuch von Te Puia erhalten. Die Anlage war sehr anschaulich gestaltet, und die geführte Tour war gut organisiert und informativ. Wir verbrachten zwei Nächte in Rotorua und hatten zudem bei schönem, sonnigem Wetter Gelegenheit, durch das hübsche Stadtzentrum sowie die weitläufigen Government Gardens zu spazieren.
Der Besuch von Te Puia beginnt mit einer kulturellen Darbietung in einem geschnitzten Versammlungshaus Te Aronui a Rua. Dazu gehören ein Põhiri (traditionelle Mãori-Begrüßung), traditioneller Gesang Poi und Haka. Anschliessend führte die geführte Tour durch das New Zealand Mãori Arts and Crafts Institus, wo man die Herstellung der Maori Skulpturen zuschauen kann.

Ebenfalls in Te Puia zu bewundern ist der Pohutu Geysir, der bis zu etwa 20-mal täglich ausbricht und dabei beeindruckende Wasserfontänen von bis zu 30 Metern Höhe in die Luft schleudert. Zum Abschluss besucht man noch das Kiwi Conservation Centre, das ebenfalls auf dem Gelände von Te Puia liegt und spannende Einblicke in den Schutz des Nationalvogels Neuseelands bietet.

Die subtropische Northland Region erstreckt sich von von Auckland bis an die nördlichste Spitze Neuseelands. Die Bay of Islands umfaßt unzählige subtropisch bewaldete Inseln mit unberührten Stränden. Zwischen den Inseln der Bay of Island erstreckt sich ein Segelparadies. Diese Region auf der Nordinsel in Neuseeland wollten wir unbedingt sehen.
Da die meisten Straßen in der Northland Region nach dem Zyklon inzwischen wieder geöffnet waren und keine Wetterwarnungen mehr bestanden, entschieden wir uns, diese Region der Nordinsel zu besuchen und zumindest einige Tage in Paihia zu verbringen. Nach einem Zwischenstopp in The Salty Dog Inn in Snells Beach erreichten wir am folgenden Tag die pittoreske Hafenstadt Paihia und das Dolphin Motel, wo wir eine Nacht verbringen. Pahia gilt als Tor zu den Tauchplätzen und Sandstränden der Bay of Islands. Wir haben leider nur wenig Zeit in dieser schönen Gegend.
Von Paihia aus verkehren regelmäßig Fähren zu den verschiedenen Inseln und Orten in der Bucht. Wir nutzen die Passagierfähre, die im Stundentakt zwischen den Piers in Paihia und Russell pendelt. Die Überfahrt dauert nur etwa 20 Minuten.
Russell ist eine der ätesten Siedlungen Neuseelands und war um 1840 sogar zeitweise die Hauptstadt des Landes. Ursprünglich war der Ort ein Versorgungsstützpunkt für Walfänger und hat bis heute seinen viktorianischen Charme bewahrt. Historische Gebäude säumen die Uferpromenade.
Nach nur einer Übernachtung in Paihia müssen wir leider bereits unsere Rückreise nach Auckland antreten, da unser Flug nach Queenstown in zwei Tagen geht. Unterwegs legen wir einen kurzen Zwischenstopp in Whangãrei ein, dem größten Bevölkerungszentrum der Northland-Region.
Das Town Basin von Whangãrei ist ein entspanntes Zentrum für Gastronomie und Unterhaltung, ein Treffpunkt für Einheimische, Besucher und Segler aus aller Welt. Besonders sehenswert ist die Waterfront mit dem Hundertwasser Art Centre und die Wairau Mãori Art Gallery. Nach einer kurzen Besichtigung schauen wir uns noch die nahegelegenen Whangãrei Falls an, bevor wir weiter zu unseren nächsten Unterkunft fahren.
Ganz zufällig wählten wir als Unterkunft auf der Durchreise von Pahia nach Auckland ein B&B in Warkworth. Der kleine Ort war eine angenehme Überraschung, denn die Serie „Brokenwood – Mord in Neuseeland“ wurde größtenteils hier in Warkworth gedreht. Die Stadt dient in der Serie als Kulisse für das fiktive Dorf Brokenwood.
Auf unserer Fahrt von Warkworth nach Auckland legen wir noch einen Halt in Puhoi ein, einem kleinen historischen Ort etwa eine Stunde nördlich von Auckland. Das Dorf wurde im 19. Jahrhundert von böhmischen Siedlern gegründet und hat sich seinen ursprünglichen Charakter bis heute weitgehend bewahrt – mit seinen alten Holzbauten und der idyllischen Lage im grünen Hinterland.
Von 10.02.23 bis 24.02.23 (14 Nächte) verbrachten wir unseren Aufenthalt auf der Nordinsel Neuseelands. Wir flogen mit Jetstar von Bali über Melbourne nach Auckland. In Melbourne war lediglich ein kurzer Transit vorgesehen, doch leider wurde unser Anschlussflug storniert, sodass wir die gesamte Nacht im Transitbereich des Flughafens verbringen mussten und auf den nächsten Flug warteten.
Mit rund acht Stunden Verspätung erreichten wir schließlich am Abend unser schönes Apartment im Fernz Motel im Stadtteil Birkenhead in Auckland, wo wir drei Nächte gebucht hatten. Kurz darauf wurde uns bewusst, dass sich ein Zyklon näherte und wir unsere gesamte Reiseroute kurzfristig anpassen mussten. Unter normalen Umständen hätten wir vermutlich gesagt, dass drei Nächte in Auckland von insgesamt 14 verfügbaren Nächten auf der Nordinsel Neuseelands etwas viel Zeit für eine einzige Stadt sind. Aufgrund der erzwungenen Umplanung unserer Reise durch den Zyklon waren wir jedoch am Ende sehr froh, diesen zeitlichen Puffer zu haben.
Leider konnten wir auf der Nordinsel Neuseelands nicht alles sehen, was wir geplant hatten. Das ist jedoch ein guter Grund, noch einmal zurückzukehren, denn die Nordinsel ist sehr schön und abwechslungsreich. Auch zwei Wochen sind – selbst bei bestem Wetter – viel zu kurz, um all ihre interessanten Orte wirklich kennenzulernen.
Denpasar (Bali) ✈ Auckland ➝ Hobbiton & Taupõ ➝ Wellington ➝ Rotorua ➝ Northland & Bay of Islands ➝ Auckland ✈ Queenstown
Von Auckland fliegen wir mit Jetstar nach Queenstown, dem spektakulär gelegenen Tor zu den Südalpen. Hier verbringen wir zunächst zwei Tage, um die Stadt, den Lake Wakatipu und die beeindruckende Berglandschaft rund um Queenstown zu erkunden. Nach Abschluss der 10 Tage Rundreise durch die Südinsel von Neuseeland kehren wir in die Umgebung von Queenstown zurück und verbringen noch einige entspannte Tage in Arrowtown, dem historischen Goldgräberort nur wenige Kilometer entfernt.
Von Queenstown aus starteten wir zu unserer zehntägigen Rundreise über die Südinsel Neuseelands. Die Route führte uns entlang spektakulärer Küstenlandschaften, Besuch von Dunedin und Christchurch und durch die Bergregion des Arthur’s Passes. Auf unserem Weg umrundeten wir große Teile der Südinsel und erlebten die faszinierende neuseeländische Natur mit wilden Stränden, Regenwäldern, schroffen Alpengipfeln, Weinanbau und glasklaren Seen.


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